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Universität Ulm – Medizinstudierende trainieren in VR

(Bildquelle: Elvira Eberhardt / Uni Ulm)
Medizinstudentinnen üben eine Behandlungssituation in der virtuellen Realität

Medizinstudierende erwerben als Avatare ärtzliche Kompetenzen

In der virtuellen Welt für den Arztberuf trainieren – diese Zukunftsvision ist für Medizinstudierende der Universität Ulm bereits Realität. Derzeit wird das 2021 eingeweihte Trainingshospital „ToTrainU” digital nachgebaut. Schon jetzt können angehende Ärztinnen und Ärzte komplexe Abläufe im virtuellen Rettungswagen-Praktikum einüben. Neben einem simulierten Behandlungszimmer stehen schon bald digitale Versionen der Intensivstation und des Schockraums zur Verfügung. Hier können Gesprächssituationen oder wichtige Behandlungsabläufe alleine oder im Team trainiert werden. Es stehen Übungen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden bereit – unter anderem aus den Bereichen Unfallchirurgie und Intensivmedizin.

Astrid Horneffer, als ärztliche Leiterin des TTU zuständig für die Koordination der Simulationsangebote, sieht in den VR-Lehrformaten ein wichtiges Puzzleteil:

„Fähigkeiten wie die Blutentnahme und das chirurgische Nähen üben unsere Studierenden in so genannten Skills Labs anhand von einfachen Modellen. In der virtuellen Realität erlernen sie Behandlungsabläufe und die Kommunikation im Team, die letztlich im realen Trainingshospital umgesetzt werden – teils sogar mithilfe von Schauspielpersonen.”

Bei der Überführung des Rettungswagen-Praktikums und des TTUs in die virtuelle Realität kooperiert das Ulmer Kompetenzzentrum eEducation in der Medizin Baden-Württemberg mit der TriCAT GmbH. TriCAT hat die immersive Multi-User VR-Software i:medtasim entwickelt, in der die Räume maßstabsgetreu nachgebildet werden. Zunächst werden Medizinstudierende im klinischen Abschnitt das digitale Angebot ausschließlich mit VR-Brillen im realen TTU nutzen. In Zukunft werden sie ihre virtuellen Patientinnen und Patienten aber auch vom heimischen Schreibtisch oder Sofa aus behandeln können.

 „Die VR-Angebote ergänzen die Medizin-Ausbildung um eine weitere Dimension: Im virtuellen Raum können die angehenden Ärztinnen und Ärzte ihre praktischen Fertigkeiten stufenweise aufbauen und ohne Zeitdruck idealtypische Abläufe erproben. Durch dieses Training bewahren sie in realen Stresssituationen eher einen ruhigen Kopf”,

Projektleiter Robert Speidel vom Kompetenzzentrum eEducation der Medizinischen Fakultät.


Die Universität Ulm setzt nun die hoch immersive Multi-User VR-Umgebung i:medtasim regelhaft in das Training von Studierenden ein. Die nächsten Virtualisierungen von TriCAT für die Lernklinik werden die Intensivstation und die zentrale Notaufnahme sein. Dadurch können die Studierenden auch in VR intensiv in „ihren“ Räumen trainieren.

Das virtuelle Trainingshospital öffnet voraussichtlich ab dem Wintersemester 2022/23 seine digitalen Pforten.

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