Erstellt am Dienstag, 01. Dezember 2020

DRK Landesschule arbeitet mit i:medtasim von TriCAT

Innovationstreiber trifft auf Innovationstreiber

 

Ab sofort findet die hoch immersive Multi-user VR Lernumgebung i:medtasim von TriCAT ihren Einsatz an den Notfallsanitäterschulen der DRK Landesschule Baden-Württemberg.

Dort wird nun nicht nur in VR trainiert, sondern TriCAT erarbeitet zusammen mit dem Partner DRK auch weitere notfallmedizinische Krankheitsbilder. Vom Schlaganfall, über den Herzinfarkt bis zum Polytrauma wird schon bald alles möglich sein. Im Beisein und nach einleitenden Grußworten von Ronja Kemmer (Mitglied des Bundestages und KI-Beauftragte der CDU/CSU Bundestagsfraktion), wurde die Software i:medtasim bereits am 19.10.2020 von Markus Herkersdorf (Geschäftsführer der TriCAT GmbH) offiziell an den Schulleiter der BE Ulm, Dominik Wichmann, übergeben. 

 

 

"Viele sagen hinterher, dass sie das Szenario fast wie einen echten Einsatz erlebt haben"

Brille auf, Kabel sortieren, eingewöhnen, Equipment checken: Die ersten Minuten mit einer VR-Brille auf dem Kopf sind noch gewöhnungsbedürftig. Aber dann kommt dieser besondere Moment, oft nach etwa fünf Minuten einer Übung. Diesen Moment hat Dominik Wichmann jetzt schon häufig miterlebt, der Schulleiter der Bildungseinrichtung Ulm: „Plötzlich merkt man, wie sich das Verhalten der Übenden ändert. Das ist der Augenblick, in dem sie die Übungssituation als real empfinden. Realer, als es unsere üblichen Übungssituationen im Lehrsaal je sein könnten.“ Mit der Brille und dem Kopfhörer verschwinden die Umgebung, die Mitschülerinnen und Mitschüler, ihr Husten und Rascheln. „Viele sagen hinterher, dass sie das Szenario fast wie einen echten Einsatz erlebt haben.“

 

"Die Übenden brauchen keine Vorerfahrung und können nach etwa 20 Minuten Eingewöhnungszeit gut damit arbeiten"

Auch in weiteren Aus- und Fortbildungen könnte man das System später gut einsetzen. „Es eignet sich nicht nur für den Rettungsdienst, sondern auch bei Themen des Ehrenamts oder, weitergedacht, im Bereich Klinik“, sagt Dominik Wichmann. „Die Übenden brauchen keine Vorerfahrung und können nach etwa 20 Minuten Eingewöhnungszeit gut damit arbeiten.“ Klare Vorteile sieht er beim Debriefing: „Es ergeben sich komplett neue Möglichkeiten, beispielsweise unendlich viele Perspektiven.“

 

   

 

"Offenbar kann durch dieses Setting eine Extra-Portion Motivation entstehen"

Vieles sei mit dem System künftig denkbar: dass zusätzlich zu begleitetem Training auch autonomes Trainieren der Schülerinnen und Schüler möglich wird. Dass man so lange übt und Übungen wiederholt, bis man einen vorgegebenen Punktwert erreicht und dadurch auf ein neues Level kommt – offenbar kann durch dieses Setting eine Extra-Portion Motivation entstehen, berichtet Dominik Wichmann. Denkbar ist auch, dass sich Szenarien aus dem ersten Ausbildungsjahr im zweiten Jahr ganz gezielt wiederholen, dann aber mit neuen Rahmenbedingungen, die zum aktuellen Lernstoff passen. „Beispielsweise beim Hypertonus: Im ersten Jahr wird das Grundwissen übers Krankheitsbild und die Versorgung vermittelt, im zweiten Jahr geht es um die konkrete Medikamentengabe“, sagt Wichmann. Außerdem sollen Lehrunterlagen und Nachschlagewerke im virtuellen Raum hinterlegt werden, so dass sie abrufbar sind und man während des praktischen Übens quasi nochmal in der Theorie nachschauen und abgleichen kann.

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