VR-Schockraum – ein Meilenstein im Medizinstudium
Die Medizinische Fakultät der Universität Ulm erhält mit i:medtasim® eine virtuelle 3D-Kopie des realen Schockraums des Trainingshospitals TTU. Der VR-Schockraum ist eine hochmoderne digitale Trainingsumgebung für die Versorgung von zeitkritischen Notfallbildern. Medizinstudierende in höheren Semestern absolvieren in Virtual Reality (VR) Behandlungsabläufe, trainieren Teamwork und klinische Entscheidungsfindung. Entwickelt von TriCAT in enger Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät, ermöglicht die immersive Simulationsumgebung ganzheitliches Notfalltraining – ortsunabhängig, realitätsnah, sicher.
Innovationsstandort Baden-Württemberg
Das Projekt steht exemplarisch für den Innovationsstandort Baden-Württemberg: In der Verbindung von technologischer Spitzenleistung, wissenschaftlicher Expertise und regionaler Kooperation entsteht ein Modell, das weit über die Landesgrenzen hinaus wirkt. Ein zukunftsweisendes Beispiel für die Innovationskraft Baden-Württembergs in Forschung, Lehre und Technologieentwicklung.


Digitale 3D-Kopie Schockraum mit i:medtasim®
Das Szenario beginnt mit der virtuellen Übergabe durch Rettungsdienst oder Notarzt und führt nahtlos in die komplette Versorgung im virtuellen Schockraum. Die Teams trainieren gemeinsam die strukturierte Versorgung nach aktuellen Leitlinien – inklusive Kommunikation, Diagnostik, Priorisierung und Behandlungsentscheidungen.
Erzeugung von realistischem Entscheidungsdruck
Die VR-basierte Umgebung sorgt für ein immersives, emotional aktivierendes Erlebnis, das kritische Entscheidungsfindung unter Zeitdruck realitätsnah abbildet – ressourcenschonend, ohne Risiko für Patienten.
Mehr Patientensicherheit durch simulationsbasiertes Lernen
Die Kompetenz, Krankheitsbilder zuverlässig und richtig zu diagnostizieren und zu behandeln, wird durch regelmäßiges Üben erworben. Regelmäßige, simulationsbasierte Trainings erhöhen die Patientensicherheit signifikant, da menschliche Fehler frühzeitig erkannt und Handlungsabläufe systematisch optimiert werden können.
Lernen durch Wiederholung und Auswertung
Die Leistung am virtuellen Patienten wird automatisch ausgewertet und in einem persönlichen Debriefing nachbesprochen.
„Die enge Zusammenarbeit zwischen der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm und TriCAT fördert den schnellen Transfer von technologischer Innovation in die medizinische Lehre. Neueste Erkenntnisse aus Forschung und Praxis zu VR-basiertem Training, werden direkt in nutzbare Lernformate überführt – interdisziplinär, hochimmersiv und praxisrelevant. Die Universität Ulm nimmt damit eine Vorreiterrolle im Bereich digitaler Hochschullehre und simulationsgestützter Medizindidaktik ein.“
Markus Herkersdorf, CEO TriCAT GmbH
ZIELGRUPPE
Studierende der Humanmedizin sowie Ärztinnen und Ärzte in der Einarbeitung und Fortbildung
PROJEKTZIELE UND HERAUSFORDERUNGEN
- Originalgetreue 3D-Kopie des realen Schockraums des Trainingshospitals TTU.
- Erhöhung der Patientensicherheit durch Reduzierung von menschlichen Fehlern und systematische Optimierung.
- Realistisches VR-Training von Behandlungsabläufen in der Versorgung von kritischen Notfallbildern.
- Training von Teamwork und klinischer Entscheidungsfindung inkl. Kommunikation, Diagnostik, Priorisierung.
- Zu jederzeit mögliche Intervention am virtuellen Patienten mit Anpassung aller Werte.
- Auswertung und Debriefing der Trainingseinheiten.
- Multiuser VR und flexible Desktop-Version mit Kommunikation und Kooperation in Echtzeit.
- Hoher Detailgrad für intensives und realitätsnahes Training.
- Realisierung mit i:medtasim®, der TriCAT-Software zum Simulationstraining für medizinisches Fachpersonal.
DIDAKTISCHE ANSÄTZE UND METHODEN
- Curriculare Integration
- Lernen und Kollaboration in einer virtuell-immersiven 3D-Umgebung
- Ganzheitliches und situatives Lernen
- Simulation
- Blended Learning

Die symbolische Übergabe fand am Dienstag, 22. Juli 2025 an der Medizinischen Fakultät TTU der Universität Ulm statt.
„ […] wir wissen natürlich, dass besondere Extremsituationen selten vorkommen, also möchten wir dies virtuell proben, damit im Ernstfall der Patient davon in bester Weise profitiert. […] Denkbar ist, dass nicht nur die Studenten und Studentinnen der Uni Ulm, sondern auch der anderen Universitäten wie Heidelberg und Tübingen im Ulmer Schockraum üben. Dafür müssten sie nicht einmal nach Ulm fahren. Auch Ärzte könnten in diesem virtuellen Rahmen seltene Notfälle üben.“
Prof. Dr. Tobias Böckers, Studiendekan Medizin, Universität Ulm



Zur ausführlichen Berichterstattung des SWR
Veranstalter:
- Universität Ulm, Präsident, Prof. Dr. Michael Weber
- Universität Ulm, Dekan Medizinische Fakultät, Prof. Dr. Thomas Wirth
- Universität Ulm, Studiendekan Medizin, Prof. Dr. Tobias Böckers
- Leitung Geschäftsbereich Studium und Lehre, Dr. Claudia Grab-Kroll
TriCAT GmbH:
- Markus Herkersdorf, CEO TriCAT GmbH
- Dominik Wichmann, Projektmanager Medizin / Healthcare TriCAT GmbH
Amtsträger und Repräsentanten:
- Manfred Lucha, MdL, Minister für Soziales, Gesundheit und Integration (Videobotschaft)